Verena Lueken: Anderswo

Die Schriftstellerin Verena Lueken ist neun Jahre älter als ich. Wir sind eine Generation mit an Körper und Seele kriegsversehrten Eltern, die unter der Kälte und dem Schweigen derselben litt. Hatten wir Angst, sie mit Fragen zum Dritten Reich zu bestürmen? Waren wir desinteressiert, weil "ihre" Geschichte so weit weg zu sein schien von unserer Gegenwart? "Wir zogen die Grenzen zwischen den Schmerzen der Vergangenheit und den Versprechen der Zukunft. Als gäbe es keine Verbindung zwischen den beiden", schreibt Verena Lueken in ihrem jüngsten Roman "Anderswo". Meisterhaft erzählt die Autorin die Geschichte einer starken, selbstbestimmten Reisejournalistin mittleren Alters, die Jahrzehnte nach dem Tod ihres Vaters seinen und damit ihren (Familien-)Geheimnissen nachspürt.

Weiterlesen ›
Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland

Herman Kesten: Die fremden Götter

"So verschließen sie ihre Herzen, ihre Türen, ihre Länder voreinander, und wenn es zu spät ist, reut es sie." So lautet mein Schlüsselsatz aus Herman Kestens Roman "Die fremden Götter".

Weiterlesen ›
Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland

Moische Kulbak: Die Selmianer

Dank meiner ehemaligen Jiddischlehrerin und langjährigen Freundin Esther Alexander-Ihme habe ich diesen wunderbaren 396. Band der Anderen Bibliothek entdeckt. Die hervorragende Übersetzung aus dem Jiddischen stammt von Esther Alexander-Ihme und Niki Graça. Moische Kulbak schrieb Ende der 20er und Anfang der 30er Jahre "Die Selmianer" im sowjetischen Minsk, wohin er aus dem polnischen Wilna umgezogen war.

Weiterlesen ›
Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Jiddisch, Weißrussland

Eyal Megged: Oschralien

Ich liebe Literatur aus Israel und habe fast alles gelesen, was in den Jahrzehnten seit der Staatsgründung auf Deutsch erschienen ist. Aber Eyal Meggeds Werk "Oschralien" empfand ich als reine Zeitverschwendung.

Weiterlesen ›
Getagged mit:
Veröffentlicht unter Belletristik, Israel

Lionel Shriver: Eine amerikanische Familie

Ihr denkt, die Bankenkrise ist überstanden? Weit gefehlt, wenn man der US-amerikanischen Autorin Lionel Shriver glauben darf. Ihr Roman "Eine amerikanische Familie" spielt im Jahr 2029.

Weiterlesen ›
Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, USA

Haruki Murakami: Kafka am Strand

Zwölf Jahre ist es her, dass alle Welt von dem Roman "Kafka am Strand" des japanischen Autors Haruki Murakami schwärmte. Wie so oft verweigerte ich mich dieser Bestsellerlektüre. Leider. Denn dank meines Sohnes habe ich endlich dieses Werk von Murakami, dessen Bücher ich sehr schätze, gelesen.

Weiterlesen ›
Getagged mit:
Veröffentlicht unter Belletristik, Japan

Radka Denemarková: Ein herrlicher Flecken Erde

Im kommenden Jahr wird die Tschechische Republik Gastland der Leipziger Buchmesse sein. Ein wunderbarer Anlass, sich mit zeitgenössischer tschechischer Literatur zu beschäftigen. Da Radka Denemarková morgen gemeinsam mit 19 weiteren Autoren den ersten Europäischen Autoren-Gipfel in Berlin bestreiten wird, habe ich mit ihrem bereits 2009 auf Deutsch erschienenen Roman "Ein herrlicher Flecken Erde" begonnen. Was für ein Glückstreffer!

Weiterlesen ›
Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Tschechien

Robert Seethaler: Das Feld

Würde mich jemand nach meinen zehn Lieblingsautoren fragen, wäre Robert Seethaler auf jeden Fall dabei. Warum? Weil es wenige Schriftsteller gibt, die sich mit so viel Empathie dem Mitmenschen nähern wie Robert Seethaler. Das beweist auch sein gerade erst erschienenes Buch "Das Feld".

Weiterlesen ›
Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Österreich

Elena Ferrante: Die Geschichte des verlorenen Kindes

Der vierte Band der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante übertrifft all meine Erwartungen. In "Die Geschichte des verlorenen Kindes" kommt noch mehr als in den ersten drei Bänden die Vielschichtigkeit der Themen zum Tragen.

Weiterlesen ›
Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Italien

Assaf Gavron: Achtzehn Hiebe

Seit Assad Gavrons Debütroman "Ein schönes Attentat" bin ich ein großer Fan des israelischen Schriftstellers. Sein aktueller Roman "Achtzehn Hiebe" knüpft an dieses Werk an. Weiterlesen ›

Getagged mit: , , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Israel
Folgen Sie Ruth liest