Leon de Winter: Geronimo

In seinem heute auf Deutsch erschienenen Werk entführt der niederländische Autor Leon de Winter seine Leser in die Welt der Geheimdienste und Superterroristen. Denn im Mittelpunkt seines Romans „Geronimo“ stehen Usama Bin Laden und seine Jäger. Und selbstverständlich ist jede Übereinstimmung mit tatsächlichen Personen, Organisationen, Ereignissen oder historischen Fakten reiner Zufall. Weiterlesen ›

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Niederlande

Dorit Rabinyan: Wir sehen uns am Meer

Der Roman „Wir sehen und am Meer“– erzählt von der israelischen Autorin Dorit Rabinyan – schlug schon vor seinem Erscheinen in deutscher Sprache hohe Wellen. Das Bildungsministerium in Israel nahm letztes Jahr seine bereits erteilte Zustimmung zurück, die Liebesgeschichte zwischen einer jüdisch-israelischen Übersetzerin und einem muslimisch-arabischen Künstler aus Ramallah auf die Lektüreliste israelischer High-Schools zu setzen. Es hagelte im In- und Ausland Proteste gegen die Entscheidung. Zumal namhafte Autoren wie Amos Oz sich von dem Werk beeindruckt zeigten. Ist das Buch die ganze Aufregung wert? Das Buch vielleicht nicht, das Thema schon. Weiterlesen ›

Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Israel

Kazuo Ishiguro: Der begrabene Riese

Der Fantasy-Roman „Der begrabene Riese“ des britischen Schriftstellers Kazuo Ishiguro passt in vielerlei Hinsicht nicht in meine Lesegewohnheiten und doch gehört er für mich zu den stärksten Büchern des Jahres 2015. Weiterlesen ›

Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Allgemein, Belletristik, Großbritannien

Sacha Batthyany: Und was hat das mit mir zu tun?

Die Geschichte ist nicht ganz neu: Du bist Journalist in Europa, lebst Jahrzehnte nach dem Ende des 2. Weltkrieges und entdeckst, dass der Nationalsozialismus auch etwas mit deiner Familie zu tun hat. Eigentlich kein Wunder. Denn die Mörder, die Ausgrenzer und die Ignoranten waren nicht die Ausnahme, sondern die Regel im Dritten Reich. Ergo sind wir Nachfahren von Mördern, Ausgrenzern und Ignoranten. Hält man die Beweise für den Massenmord und das Wegschauen der eigenen Verwandten aber in den Händen, hat es ganz sicher sehr viel mit einem selber zu tun. Kein Wunder also, dass der Schweizer Journalist Sacha Batthyany die Geschichte seiner ungarisch-österreichisch-deutsch-schweizer Familie recherchiert und aufgeschrieben hat. Ein Wunder ist aber, wie gut ihm das gelungen ist. Weiterlesen ›

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Österreich, Schweiz, Ungarn

Sascha Reh: Gegen die Zeit

Erst vor ein paar Wochen saß ich aus beruflichen Gründen in einer Fachkonferenz für die Kosmetikzulieferindustrie. Zentrales Thema der Konferenz war die 4. Industrielle Revolution mit ihren Chancen für Unternehmen und Risiken für die Gesellschaft. Vom „Big Deal“ in Folge von „Big Data“ war die Rede. Die umfassende Sammlung von Daten der Unternehmen, ihrer Zulieferer und ihrer Kunden biete, so die Experten, ein riesiges Potenzial noch effizienter, kostengünstiger und zielgerichteter Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Wo bitte ist hier die Verbindung zum Litblog Ruth liest? Die Verbindung stellt der deutsche Schriftsteller Sascha Reh mit seinem Roman „Gegen die Zeit“ her. Weiterlesen ›

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Chile, Deutschland

Charles Lewinsky: Andersen

Selten hat mich ein Buch so nachdenklich hinterlassen wie der Roman "Andersen" von Charles Lewinsky. Der Schweizer Autor erzählt die Geschichte des generationsübergreifenden abgrundtief Bösen. Weiterlesen ›

Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Schweiz

Anthony Marra: Letztes Lied einer vergangenen Welt – Stories

Stories überschreibt Suhrkamp den Erzählband „Letztes Lied einer vergangenen Welt“ des US-amerikanischen Autors Anthony Marra. Tatsächlich fügen sich die einzelnen Erzählungen zu einem vielschichtigen Ganzen zusammen. So erweist sich gleich das erste Buch nach der Blog-Sommerpause als Glücksgriff. Weiterlesen ›

Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Russland, Tschetschenien, USA

Oliver Hilmes: Berlin 1936. Sechzehn Tage im August

Bei jedem Buch über das Dritte Reich frage ich mich, muss ich das wirklich noch lesen? Tatsächlich muss, kann und will ich nicht jedes Buch über die Jahre 1933-45 lesen. Aber die Lektüre von Oliver Hilmes Buch "Berlin 1936. Sechzehn Tage im August"? ist lohnenswert, gewährt das Buch doch tiefe Einblicke hinter die Kulissen von Sport und Politik in Zeiten der Diktatur. Weiterlesen ›

Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland

Anne Enright: Rosaleens Fest

Rosaleen ist 75 Jahre alt und Mutter von vier sehr unterschiedlichen Kindern: Constance, Dan, Emmet und Hanna. Rosaleen fühlt ihre Kräfte schwinden und hat Sehnsucht nach ihren Kindern, die nur selten nach Hause kommen. Daher will sie endlich wieder ein Weihnachtsfest mit allen Geschwistern am Tisch feiern. Doch die vier, mitterweile Mitte dreißig bis Mitte vierzig Jahre alt, haben alle das Gefühl, es ihrer Mutter nie recht zu machen, nie gut genug für die perfekte Rosaleen zu sein. Weiterlesen ›

Getagged mit:
Veröffentlicht unter Belletristik, Irland, Kanada, USA

Shumona Sinha: Erschlagt die Armen

Eine junge Migrantin aus Indien findet sich nur mühsam zurecht in der neuen, französischen Heimat. "Es war verstörend, in einer Stadt, in einem Land vor verschlossenen Türen zu stehen, wo man alles daran gesetzt hatte, sie aufzubekommen." Doch dann scheint sich alles zum Guten zu wenden. Sie soll als Dolmetscherin für Asylsuchende arbeiten und kann sich in Paris etablieren. Wie ein Sechser im Lotto, kommt ihr diese Kehrtwende des Schicksals vor. Weiterlesen ›

Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Frankreich, Indien
Folgen Sie Ruth liest