Ron Segal: Katzenmusik

Der sogenannte Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 markiert für Israel eine historische Zensur. Mit dem Sieg über die Armeen Syriens, Ägyptens und Jordaniens eroberte Israel die Golanhöhen, Ost-Jeruselam mit seinen heiligen Stätten, das Westjordanland, die Sinai-Halbinsel und den Gazastreifen. Zitterte die winzige israelische Bevölkerung bis dato vor der arabischen Übermacht, geriet sie nach dem Krieg in einen Siegestaumel. Ein Siegestaumel, der angesichts des bis heute anhaltenden blutigen Konflikts in und um Israel für Katzenjammer sorgt. „Katzenmusik“ nennt dann auch der in Berlin lebende israelische Schriftsteller Ron Segal seinen Roman über die ersten Monate nach dem Sechs-Tage-Krieg. Weiterlesen ›

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Oliver Teutsch: Die Akte Klabautermann

Wenige Autor:innen erfahren eine solche Ehre wie Hans Fallada. Sein Werk „Jeder stirbt für sich allein“ erlebte gleich zwei Mal Aufmerksamkeit – 1947 bei der Erstauflage im neu gegründeten Aufbau Verlag und Anfang des 21. Jahrhunderts durch seine Übersetzung etwa in den USA, Großbritannien, Frankreich, Israel und schließlich der Wiederauflage 2011 in Deutschland. Vier Mal wurde das Buch verfilmt, zuletzt 2016 mit Emma Thompson und Daniel Brühl. Wie entstand dieses Meisterwerk über ein einfaches Ehepaar, das mit Postkarten gegen den Nationalsozialismus mitten in Berlin aufbegehrte? Dieser Frage geht der Journalist in seinem Roman „Die Akte Klabautermann“ nach. Weiterlesen ›

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Alois Hotschnig: Der Silberfuchs meiner Mutter

Vielen Dank an Literaturkritiker Carsten Otte für den Hinweis auf den Roman „Der Silberfuchs meiner Mutter“ von Alois Hotschning. Ich teile seine Begeisterung für dieses Buch. Weiterlesen ›

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Sofi Oksanen: Hundepark

Die Ukraine ist im Moment in aller Munde: russischer Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine, Säbelrasseln der NATO, Menschen in Angst, nicht nur in der Ukraine, sondern auch in den baltischen Staaten. Das alles macht neugierig: Unter welchen Bedingungen leben die Menschen in der Ukraine nach dem Zerfall der Sowjetunion? Ein paar Antworten auf diese Frage liefert die finnisch-estnische Schriftstellerin Sofia Oksanen in ihrem jüngst auf Deutsch erschienenen Roman „Hundepark“. Weiterlesen ›

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Damon Galgut: Das Versprechen

Wie gut, dass Preise einzelne Werke aus dem Büchermeer herausheben! Ohne die Verleihung des Booker Prizes 2021 an den südafrikanischen Autor David Galgut für seinen Roman „Das Versprechen“ hätten wir wohl noch länger auf die Übersetzung ins Deutsche warten müssen. Vielen Dank an die Jury des Booker Prizes und den Luchterhand Literaturverlag für die Entdeckung dieses Autors!

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Bloggerpreis Das Debüt 2021: Meine Juryentscheidung

Immerhin vier von fünf Debütromanen, die für den Bloggerpreis „Das Debüt“ 2021 nominiert waren, konnten mich in diesem Jahr überzeugen. Das ist die höchste Quote seit meiner ersten Teilnahme an der Bloggerjury im Jahr 2018. Alle Autor:innen kennzeichnet eine Experimentierfreudigkeit in der Wahl der Themen und der Sprache. Ein gutes Zeichen für die Vitalität deutschsprachiger Literatur. Weiterlesen ›

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Stefanie vor Schulte: Junge mit schwarzem Hahn

„Junge mit schwarzen Hahn“ heißt der faszinierende Debütroman von Stefanie vor Schulte, erschienen im Diogenes Verlag. Der Roman wurde für den Bloggerpreis „Das Debüt“ 2021 nominiert. Weiterlesen ›

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Sharon Dodua Otoo: Adas Raum

Feminismus, Rassismus, Kolonialismus – Sharon Dodua Otoo greift in ihrem für den Bloggerpreis „Das Debüt“ 2021 nominierten Roman „Adas Raum“ gleich alle drei welt- und zeitumspannenden Themen auf. Ein sehr ehrgeiziges, für meinen Geschmack zu ehrgeiziges Ziel. Weiterlesen ›

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Ariane Koch: Die Aufdrängung

Warum der Debütroman „Die Aufdrängung“ von Ariane Koch im renommierten Suhrkamp Verlag erschienen ist und für den Bloggerpreis „Das Debüt“ 2021 nominiert wurde, ist mir ein Rätsel. Weiterlesen ›

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Jessica Lind: Mama

Nominiert für den Bloggerpreis „Das Debüt“ 2021: Jessica Linds Debütroman „Mama“. Amira und Joseph heißen die beiden Protagonisten des Romans. Das klingt fast wie Maria und Joseph. Weiterlesen ›

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