Karan Mahajan: In Gesellschaft kleiner Bomben

Viel ist in den letzten Wochen über Karan Mahajans Buch "In Gesellschaft kleiner Bomben" geschrieben worden. Erstaunlicherweise wurde die Parallele zum Roman "Ein schönes Attentat" von dem israelischen Autor Assaf Gavron nicht gezogen. Ein Roman jagt den anderen so schnell, dass ein elf Jahre altes Buch schon nicht mehr präsent ist. Beide Bücher versuchen den Folgen und Ursachen von Terroranschlägen mit den Mitteln der Literatur nachzuspüren. In beiden Ländern gehören Bombenattentate für die Bevölkerung seit Jahrzehnten zum Alltag. Angesichts des jüngsten Anschlags in London sollten wir uns die Zeit nehmen und uns mit den Erfahrungen jenseits der engen europäischen Grenzen auseinandersetzen.

Weiterlesen ›
Getagged mit:
Veröffentlicht unter Belletristik, Indien, USA

Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen

Ein Mann, der sein Gleichgewicht verliert, steht im Mittelpunkt des preisgekrönten Romans "Walter Nowak bleibt liegen" von Julia Wolf.

Weiterlesen ›
Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland

Richard Ford: Zwischen ihnen

Richard Ford gehört zu den ganz großen amerikanischen Schriftstellern. Dennoch muss ich gestehen, dass ich bisher noch keinen seiner Romane gelesen habe. Nach der Lektüre seines jüngst auf Deutsch erschienenen Buches "Zwischen Ihnen" werden noch viele Titel von ihm auf meinem SUB landen und dort nicht liegen bleiben. Versprochen!

Weiterlesen ›
Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, USA

Tijan Sila: Tierchen Unlimited

"Ich floh nackt und blutend auf einem Rennrad", so beginnt der Roman "Tierchen Unlimited" von Tijan Sila. Ein vielversprechender Anfang. Zumal die Erzählung über einen jungen Mann, der als Kind mit seinen Eltern aus der bosnischen Heimat nach Deutschland ausgewandert ist, in dem Tempo weiter geht.

Weiterlesen ›
Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Bosnien und Herzegowina, Deutschland

Karin Peschka: Autolyse Wien – Erzählungen vom Ende

Der diesjährige Bachmannwettbewerb in Klagenfurt hat mich mehr denn je angeregt, mir bisher noch gänzlich unbekannte Autoren zu erlesen. Hierzu gehört die österreichische Schriftstellerin Karin Peschka. Sie hatte das Pech, als erste Teilnehmerin des Wettbewerbs am Donnerstagmorgen anzutreten. Ihre Geschichte vom "Wiener Kindl" überzeugte am Ende des Wettbewerbs zwar nicht die Jury, erhielt aber den Publikumspreis. Hochverdient! Auch das Buch "Autolyse Wien", dessen Höhe- und Endpunkt das Wiener Kindl ist, überzeugt. Weiterlesen ›

Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Österreich

Shusaku Endo: Skandal

Sünde, Schuld und Scheinheiligkeit dominieren Shūsaku Endōs jüngst auf Deutsch erschienenen Roman "Skandal". Was ist Sünde? Wie viel Schuld laden wir auf uns? Wie sehr können wir unsere Bedürfnisse und Taten vor uns selber verbergen? Diesen Fragen geht der Autor, der zur christlichen Minderheit Japans gehörte, in seinem Werk nach. Weiterlesen ›

Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Japan

Fatma Aydemir: Ellbogen

"Wegen der Ellbogen, die uns das Leben reingerammt hat, immer wieder, und immer noch. Überall nur Ellbogen von denen, die stärker sind als wir“. Dieser Schlüsselsatz bringt das Lebensgefühl von Hazal und ihren Freundinnen Elma und Gül auf den Punkt. "Ellbogen“ lautet folgerichtig der Titel von Fatma Aydemirs Debütroman.

Weiterlesen ›
Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland

Jörg-Uwe Albig: Eine Liebe in der Steppe

Jörg-Uwe Albigs Erzählung von einem Mann, der sich in eine Kapelle verliebt, gehörte zu den umstrittensten Beiträgen des Bachmannwettbewerbes 2017 in Klagenfurt. Der bereits bekannte Schriftsteller war der Einladung von Meike Feßmann, einer langjährigen Jurorin des Wettbewerbs, gefolgt. Sie war sichtlich erschüttert, dass Albigs Erzählung von den weiteren Jurymitgliedern weitgehend kritisiert wurde. Auch ich habe das Zerpflücken des Textes nicht nachvollziehen können und deshalb die Novelle um die ungewöhnliche Liebesgeschichte in Gänze gelesen. Weiterlesen ›

Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland

Iris Wolff: So tun, als ob es regnet

Roman in vier Erzählungen - Iris Wolff folgt vier Generationen einer sächsischen Familie aus den Karpaten. "So tun, als ob es regnet" sind kleine menschelnde Geschichten, in deren Mittelpunkt jeweils ein Protagonist einer Generation steht. Mit leichten Federstrichen zeichnet die Autorin so das Bild des wechselvollen 20. Jahrhunderts. Weiterlesen ›
Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland, Rumänien

Alvydas Slepikas: Mein Name ist Maryté

Täglich sehen wir im Fernsehen die Bilder von syrischen Kindern in den Kriegsgebieten. Natürlich wissen wir, dass die Kinder unendliches Leid erleben. Unsere Abstumpfung gegenüber solchen Bildern ist aber inzwischen so groß, dass uns das Leid nicht mehr in der Tiefe in der Seele erreicht. Wer gegen seine eigene Abstumpfung ankämpfen möchte, dem sei das Buch von Alvydas Slepikas "Mein Name ist Maryté" über das Schicksal der sogenannten Wolfskinder ans Herz gelegt. Weiterlesen ›
Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Litauen
Folgen Sie Ruth liest