Jan Kjærstad: Berge

Norwegen ist das Gastland der Frankfurter Buchmesse und verspricht viele spannende Entdeckungen. Dazu gehört auch Jan Kjærstads Roman „Berge“, der mich anlässlich des Anschlags auf eine Synagoge und einen Dönerladen in Halle ins Mark trifft.

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Sherko Fatah: Schwarzer September

Die 70er Jahre waren von zahlreichen Terroranschlägen geprägt, die selbst mich als Kind in Angst und Schrecken versetzten. Besonders entsetzlich war der Terroranschlag auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Verantwortlich für das Attentat war eine Gruppe palästinensischer Terroristen, die unter dem Namen „Schwarzer September“ agierten. Der Name soll an den Beginn des Rauswurfs palästinensischer Untergrundgruppen aus Jordanien durch dessen Sicherheitskräfte im September 1970 erinnern. An diese historisch belegten Fakten knüpft Sherko Fatah mit seinem neuen, wie er selbst betont, fiktiven Roman „Schwarzer September“ an.

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Slobodan Snajder: Die Reparatur der Welt

Jahrzehntelang wurde über die Geschichte der sogenannten „Volksdeutschen“ wenig geschrieben. Sie galten pauschal als Unterstützer Hitlers, als Faschisten, denen die Vertreibung aus Schlesien, Böhmen oder woher auch immer mehr oder weniger Recht geschah. Mit Slobodan Šnajders Roman „Die Reparatur der Welt“ liegt nun ein weiterer hoch spannender, differenzierter Roman zum Schicksal deutscher Auswanderer im 18. und vor allem im 20. Jahrhundert vor.

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Dror Mishani: Drei

Der israelische Schriftsteller Dror Mishani wurde hierzulande bekannt mit seinen Krimis „Vermisst“ und „Die schwere Hand“ rund um den Ermittler Avi Avraham. Doch erst in seinem jüngsten Werk „Drei“ zeigt der Literaturwissenschaftler sein ganzes Können.

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Katja Oskamp: Marzahn, mon Amour. Geschichte einer Fußpflegerin

In Zeiten der großen Wahlerfolge für die AfD ist immer wieder die Rede davon, wie wenig Beachtung die wahren Bürger des Landes von Seiten der Intellektuellen erhalten. Ein wunderbares Gegenbeispiel ist das Buch „Marzahn, mon amour“ der Schriftstellerin Katja Oskamp.

Katja Oskamp blickt den kleinen Leuten im Berliner Stadtviertel Marzahn nicht nur in die Augen, sondern auch auf die Füße. Seit dem Jahr 2015 arbeitet sie in dem Viertel als Fußpflegerin, zu unsicher ist das Einkommen der Schriftstellerin.

Auf jeder Seite des Buches spürt man ihre Wertschätzung für die Arbeit als solche, für ihre Kolleginnen und für die Menschen, die ihre professionelle Hilfe und menschliche Wärme suchen.

Liebevoll und klug zugleich erzählt sie vom Leben der höchst unterschiedlichen Kunden. Dabei entsteht ein kleines, unbedingt lesenswertes Kaleidoskop der Marzahner Bewohner.

Hanser Berlin ISBN 9783446265110

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Helga Flatland: Eine moderne Familie

Der Inbegriff einer wohlsituierten und entspannten norwegischen Familie steht im Mittelpunkt des Romans „Eine moderne Familie“ von Helga Flatland. Doch hinter der Fassade bröckelt der Familienzusammenhalt. Wie die Autorin das Bröckeln, Knirschen und Knarzen beschreibt, ist lesenswert.

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Dirk Brauns: Die Unscheinbaren

Betrug ist das große Thema des deutsch-deutschen Romans „Die Unscheinbaren“ von Dirk Brauns.

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Sorj Chalandon: Am Tag davor

Es kommt selten vor, dass ich mich von der Begeisterung des Literarischen Quartetts anstecken lasse. Doch in Fall von Sorj Chalandons Roman „Am Tag davor“ habe ich nur Sekunden nach dem Ende der Sendung das E-Book runtergeladen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen.

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Regina Scheer: Machandel

Seit dem Aufstieg der AfD insbesondere in Ostdeutschland wird viel über die speziellen Erfahrungen geschrieben und gesprochen, die die Bürger der ehemaligen DDR gemacht haben. Wer ein tieferes Verständnis für die Vielschichtigkeit der DDR und ihrer Bürger entwickeln will, sollte weniger Talk-Shows schauen und lieber den Roman „Machandel“ von Regina Scheer lesen.

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Jan Novak / Jaromir 99: Tschechenkrieg

In diesem Jahr durfte ich die digitale Kommunikation des Gastlandauftritts Tschechien auf der Leipziger Buchmesse unterstützen. Ein großer Vorteil: Für die Erstellung der Websitetexte erhielt ich von vielen Verlagen Rezensionsexemplare der tschechischen Autoren. Auf ein Buch war ich besonders neugierig: Die Graphic Novel „Tschechenkrieg“ von Autor Jan Novák und Zeichner Jaromír 99.

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