Benny Barbasch: Der Mann, dem ein Olivenbäumchen aus dem Ohr wuchs

Familienvater Ro'i hat alles, wonach sich der Wohlstandsmensch so sehnt: Einen guten Job, ein abgezahltes Haus, eine Frau und Kinder. Nur eins stört ihn: Er ist übergewichtig. Also probiert er eine Diät nach der anderen aus. Unnötig zu sagen, dass sie alle an seinem Gewicht nichts ändern.

Bis zur ultimativen Olivendiät. Die ist unfreiwillig erfolgreich, weil Ro'i eine Oliver verschluckt und ihm daraufhin ein Olivenbaum aus dem Ohr wächst. Der Olivenbaum muss sich schließlich von etwas ernähren, also wird Ro'i schlanker. Kein Experte kann ihm von dem Olivenbaum befreien. Mann und Baum sind miteinander verwachsen.

Eines Tages beteiligt sich der Familienvater an einer Demonstration gegen die Übergabe von Land an die Palästinensische Autonomiebehörde. Er legt sich nur kurz für ein Nickerchen auf die Erde und der Baum wächst durch sein anderes Ohr mit der Erde zusammen. Erde, Mann und Baum sind nun untrennbar verbunden, natürlich unter Beobachtung internationaler Medien und NGOs.

Benny Braubach ist mit dem schmalen Bändchen "Der Mann, dem ein Olivenbaum aus dem Ohr wuchs" eine humorvolle und dennoch tiefsinnige Parabel auf den Nahostkonflikt gelungen.

Berlin Verlag 2012 ISBN 9783827009548

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Veröffentlicht unter Belletristik, Israel, Palästina

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