Bov Bjerg: Serpentinen

Ein Vater und sein siebenjähriger Sohn wandeln auf den Spuren der Kindheit des Vaters auf der Schwäbischen Alb. Vor der idyllischen Kulisse der Berge und Täler entfaltet Bov Bjerg mit „Serpentinen“ das Drama einer Familie.

Urgroßvater, Großvater und der Vater des Vaters starben durch eigene Hand. Der Vater war noch ein Kind, als sich sein Vater umbrachte. Er leidet bis zum heutigen Tag an diesem Trauma und dennoch oder gerade deshalb sehnt er sich nach einem selbstbestimmten Tod. Doch soll sein Sohn nicht mit dieser Tat allein stehen, wie er es einst als Kind tat. Wäre es da nicht die beste Lösung, einen erweiterten Selbstmord zu begehen?

Zugegeben die Lektüre ist nicht einfach, geht weit über meine Schmerzgrenze als Mutter zweier Kinder hinaus. Und doch entwickelt die Geschichte einen ungeheuren Sog. Als Leserin kann ich das Trauma des Vaters verstehen und die Macht der Depression, die mehrere Generation bestimmt hat.

Ob die Liebe zum Leben mit Kind oder die dunkle Seite gewinnt, verrate ich hier natürlich nicht. So viel sei aber verraten: Schon jetzt dürfte Serpentinen zu den stärksten Romanen des Jahres 2020 zählen.

Ullstein Buchverlage ISBN 9783843722872

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