Chaim Noll: Kolja

Kolja, der russische Einwanderer, Tobias aus Tromso, der Beduine in der Armee oder die indische Postfrau - sie alle sind Figuren in Chaim Nolls jüngstem Werk "Kolja". 

In  37 Erzählungen gelingt es dem Autoren den israelischen Mikrokosmos lebendig zu machen. Augenzwinkernd beschreibt er die vielschichtigen Schicksale seiner Mitmenschen in Israel. Ob jüdisch, christlich oder muslimisch, ob israelische Staatsbürger, Staatenlose oder Europäer - immer zeichnet Noll ein authentisches Bild. Mit Wärme und Augenzwinkern, auch sich selbst gegenüber, nimmt er den Leser mit auf die Reise durch die Region.

Am Ende jeder Geschichte stehen immer ein paar Fragezeichen. Und genau darin unterscheidet sich dieses Buch so wohlwollend von vielen anderen Israel-Beiträgen. Autoren und Leser weltweit glauben mehrheitlich alles über Israel und seine politische Situation zu wissen und alle Antworten zu kennen. Diesem Schwarz und Weiß setzt Chaim Noll die Grautöne des wahren Lebens entgegen. Für alle, die nicht nur Antworten, sondern auch Fragen suchen, genau das Richtige.

Verbrecher Verlag 2012, ISBN 9783943167122

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Veröffentlicht unter Belletristik, Israel

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