Dana Grigorcea: Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit

"Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit" ist bei keiner der Figuren im gleichnamigen Roman von Dana Grigorcea zu finden.

Victoria, Mitte dreißig, in Bukarest geboren, kehrt in ihre Heimatstadt zurück. Jung, weltgewandt, erfolgreich und verliebt steht ihrem Glück nichts im Weg. Bis ihre Bankfiliale überfallen und der Wachmann ermordet wird. Victoria war als einzige Angestellte vor Ort und wird beurlaubt.

Durch diese Zwangspause bietet sich die Gelegenheit, durch die Stadt zu streifen. Dabei begegnet sie alten Freunden der Familie, Nachbarn und Schulfreunden. Erinnerungen an ihre Kindheit im kommunistischen Rumänien verbinden sich hier mit Schilderungen des heutigen Bukarest und seines gesellschaftlichen Gefüges. 

Empathisch, klug und in einer unglaublich reichen Sprache erzählt Dana Grigorcea vom gesellschaftlichen Wandel und der Unwandelbarkeit von Schuldgefühlen. Auszüge aus dem Roman stellte die Autorin im Juli 2015 beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt vor und wurde zu recht mit dem 3sat Preis belohnt.

Dörlemann Verlag ISBN 9783038200215

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Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland, Rumänien

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