Eduardo Belgrano Rawson: Die Predigt von La Victoria

Ende gut – alles gut? Diktatur vorbei – Demokratie beginnt? Unrecht vergeht – Recht gilt? Oh nein, das wäre zu einfach, findet Eduardo Belgrano Rawson in seinem Buch "Die Predigt von La Victoria".

Die gleichen Richter, die zur Zeit der Militärdiktatur über Leben und Tod entschieden haben, bestimmen auch noch 1989 das Schicksal der Menschen. Der Held der Geschichte, Nelson, verliebt sich in die 15-jährige Claudia. Eines Nachts verschwindet sie und Nelson gilt als Hauptverdächtiger. Gefoltert und gebrochen landet er als verurteilter Mörder im Gefängnis. Neun Jahre später taucht Claudia wieder auf. Sie ist inzwischen verheiratet und hat drei Kinder, während Nelsons Leben unwiederbringlich zerstört ist.

Unrecht und Fehlurteile sind keineswegs ein Privileg zwielichtiger Regime. Eine einfache Wahrheit, die wir uns selten klar machen. Zudem ist das Buch auch sprachlich ein Genuss.

C.H.Beck 2010, ISBN 978 3 406 60519 2

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Veröffentlicht unter Argentinien, Belletristik

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