Haruki Murakami: Kafka am Strand

Zwölf Jahre ist es her, dass alle Welt von dem Roman "Kafka am Strand" des japanischen Autors Haruki Murakami schwärmte. Wie so oft verweigerte ich mich dieser Bestsellerlektüre. Leider. Denn dank meines Sohnes habe ich endlich dieses Werk von Murakami, dessen Bücher ich sehr schätze, gelesen.

Im Mittelpunkt steht der 15-jährige Junge Kafka Tamura. Er heißt nicht wirklich Kafka. Aber er liebt Bücher, unter anderem von Franz Kafka und so nennt er sich ab dem Tag seiner Flucht von zu Hause Kafka mit Vornamen.

Auf seiner abenteuerlichen Reise durch Japan führt ihn sein Weg in eine geheimnisvolle Bibliothek. Die Bibliothek und ihre beiden Angestellten bieten ihm Schutz vor der Welt, insbesondere vor der Polizei, die den Minderjährigen sucht. Kafka wird nicht nur als Ausreißer gesucht, sondern auch als möglicher Zeuge eines Verbrechens. Schließlich wurde sein Vater wenige Tage nach seinem Verschwinden ermordet. Was also weiß der Junge über dessen Tod?

Was weiß Kafka überhaupt über seine Familie? Wo ist seine Mutter und seine Schwester? Hat er die beiden am Ende des Romans gefunden? Oder hat er "nur" sich selbst gefunden?

Wie auch immer, es lohnt sich seinen Spuren zu folgen. Fantasievoll, ja geradezu märchenhaft erzählt Haruki Murakami diese zutiefst berührende Coming-of-Age-Geschichte.

btb ISBN 97893442733231

Getagged mit:
Veröffentlicht unter Belletristik, Japan
Folgen Sie Ruth liest