Hila Blum: Der Besuch

Spätestens seit Zeruya Shalevs Romanen gilt die israelische Literatur als Schatzgrube für Familienromane, ja für das Sezieren moderner Familien. In dieser Tradition steht auch der Debütroman der israelischen Journalistin, Lektorin und Schriftstellerin Hila Blum.  

Wie ein Krimi beginnt "Der Besuch". Ein sechsjähriger Junge, Denis Bukinow, verschwindet und das Ehepaar Nili und Nati streitet sich über die Überlebenschancen des Jungen. Der Streit scheint symptomatisch für das nicht mehr ganz junge Ehepaar zu sein, das zudem ein Geheimnis verbirgt. Denn als sich telefonisch ein Besucher aus Frankreich ankündigt, erschrecken sie zutiefst. Was will Duclos nach neun Jahren von ihnen? Was ist in Paris vor neun Jahren geschehen, fragt sich hingegen der Leser.

Mitten in die scheinbare Idylle des Paarseins platzt der Besuch hinein und lässt alte Wunden und verborgene Ängste wieder aufreißen.

Den Leser erwartet eine spannende Reise in das Innere einer Ehe, aber auch eines Landes.

Berlin Verlag ISBN 9783827077578

Hila Blum präsentiert ihren Debütroman anlässlich des Messeschwerpunktes "1965 bis 2015. Deutschland-Israel." der Leipziger Buchmesse 2015.

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Veröffentlicht unter Belletristik, Israel

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