John Green: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

„Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist mein erster Roman des amerikanischen Erfolgsautors und Videobloggers John Green. Er richtet sich wie alle seine bisherigen Bücher mit Geschichten über Jugendliche an junge Leser. Letzteres bin ich nun nicht mehr, aber immerhin Mutter zweier junger Leser.

Der Roman dreht sich um ein Mädchen namens Aza, das in Indianapolis zur Schule geht. Die Teenagerin ist sehr klug und begabt, aber eben auch sehr eigen. Sie fürchtet sich vor Berührungen durch andere Menschen, weil sie sich ständig Gedanken über eine tödliche Ansteckung macht. Jeder könnte sie mit den tödlichen Bakterien infizieren: Fremde auf der Straße, Klassenkameraden in der Schule oder ihr Freund beim Küssen. Wenn sie doch nur diese Gedankenspirale in ihrem Kopf abschalten könnte.

Ihre Mutter, ihre beste Freundin und ihre Psychologin versuchen ihr krampfhaft Wege aus diesen Panikattacken aufzuzeigen, damit sie ein „normaleres“ Leben führen kann. Sie selber wünscht sich inniglich normaler zu sein, nachdem sie sich in Davis verliebt hat. Und natürlich endet das Buch mit der Erkenntnis, dass wir sind, wer wir sind.

Das Buch liest sich ganz wunderbar. Die Botschaft ist für Teenager und so manchen Erwachsenen auch verdammt wichtig, aber mir dann doch zu platt und seicht. Das ist schade, zumal die Romanfiguren sehr interessante Ansätze haben.

Carl Hanser Verlag ISBN 9783446259034

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