Juliane Kalnay: Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens

"Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens" von Juliane Kalnay war mir nicht kurz genug.

Der Debütroman steht auf der Shortlist des Bloggerpreises "Das Debüt". Als Jurymitglied habe ich mich begierig auf dieses viel gelobte Werk gestürzt. Doch erneut muss ich feststellen, dass die Persönlichkeit des Lesenden viel mit der Beurteilung eines Werkes zu tun hat.

Die Autorin erzählt sehr fantasievoll von einem Wohnhaus. Es steht irgendwo und irgendwann. Nach und nach verschwinden die Bewohner, ein Mann wird zum Baum oder auch nicht. Ein Kind gräbt ständig Erdlöcher und wird wohl eines Tages in einem liegen bleiben.... Am Ende steht auch das Haus nicht mehr.

Das alles ist sehr poetisch und anspruchsvoll geschrieben. Ich kann daher verstehen, dass es Fans dieses Buches gibt. Aber ich bin eben ein Mensch, der mit beiden Beinen in der Realität steht und so kann mich das Buch ganz und gar nicht packen.

Verlag Klaus Wagenbach ISBN 9783803132840

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Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland
2 Kommentare auf “Juliane Kalnay: Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens
  1. Eva Jancak sagt:

    ja vielleicht ein bißchen schwierig das alles nachzuvollziehen, wie das ein Mensch plötzlich zu einem Baum werden kann und ich bin ja auch eine realistische Leser und Schreiberin, aber mir hat das Buch, das ich schon im Februar gelesen habe, sehr gut gefallen, leider hatte ich dann bei der Bewertung meine Schwierigkeiten, weil ich irgendwie nicht die drei poetischen Bücher rangreihen wollte, da wäre die Kalnay an zweiter Stelle gewesen und die anderen Bücher einfach auslassen, das wäre ungerecht gewesen, so ist die Kalnay leider übergeblieben, aber ich hoffe auf die anderen Mitjuroren, denn es ist glaube ich ein sehr gutes Buch und der magische Realismus hat ja irgendwo sicher auch seine Berechtigung
    https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/02/18/eine-kurze-chronik-des-allmaehlichenverschwindens/

    • Ruth Justen sagt:

      Liebe Eva, auf jeden Fall ist es ein besonderes Buch! Ich verstehe auch die Anziehungskraft des Stils. Es ist nur nicht meine bevorzugte Art von Literatur. Zum Glück sind wir eine große vielfältige Jury und so hat Frau Kalnay gute Chancen auf den Preis.:). Liebe Grüße Ruth

3 Pings/Trackbacks für "Juliane Kalnay: Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens"
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