Katerina Poladjan: Vielleicht Marseille

„Vielleicht Marseille“ – vielleicht endet die Geschichte von Ann und Luc aber auch an einem ganz anderen Ort. Katerina Poladjan erzählt die Geschichte zweier Menschen um die 50, die einen Neuanfang wagen.

Ann ist gerade 50 Jahre alt geworden. Ihr Mann starb acht Monate zuvor. Acht Monate, in denen sie allein in ihren Haus in der Provinz bei München zugebracht hat. Ihr erwachsener Sohn Theo lebt in München. Eines Tages beschließt sie, das Haus und ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Ein Makler soll das Haus verkaufen und den Erlös Theo geben. Ann selbst macht sich im Auto ihres Mannes auf den Weg.

In Salzburg trifft sie den französischen Polizisten Luc aus Marseille. Er soll in Salzburg auf einem Kongress eine wichtige Rede halten und dann einen Posten in Den Haag antreten. Aber eigentlich will er weder den Posten noch die Rede halten. Genau genommen will er auch nicht mehr mit seiner Frau und seinen Kindern leben. Was die beiden anders machen wollen? Das erfährt der Leser nicht.

Einfühlsam und unaufgeregt beschreibt Katerina Poladjan den Scheideweg, an dem sich beide befinden.

Ein Lesegenuss für alle, die solche Scheidewege entweder schon beschritten haben oder für nachdenkenswert halten.

Rowohlt Berlin ISBN 9783871348105

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Veröffentlicht unter Allgemein, Belletristik, Deutschland, Frankreich, Österreich

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