Katharina Hacker: Die Erdbeeren von Antons Mutter

Was tun, wenn du hunderte von Kilometern entfernt von deinen Eltern lebst und allmählich mitbekommst, wie sie sich Stück für Stück dem Abgrund des Vergessens nähern? Katharina Hacker schildert diese Geschichte einfühlsam und hautnah in ihrem Buch "Die Erdbeeren von Antons Mutter".

Doch leider vermischt sie diese Geschichte mit der Erzählung über den Ex-Freund der Lebensgefährtin des Sohnes. Die Autorin versucht quasi zwei Bücher in einem Roman zu verbinden. Mir ist das zu viel und es nimmt dem Erzählstrang um die dementiell erkrankten Eltern und ihre hilflosen Kinder zu viel Raum. Weniger wäre hier mehr gewesen. Dennoch lohnt sich die Lektüre. Zumal Katharina Hacker durchaus ein großes literarisches Talent hat.

S. Fischer Verlag ISBN 9783100300645

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Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland

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