Lionel Shriver: Eine amerikanische Familie

Ihr denkt, die Bankenkrise ist überstanden? Weit gefehlt, wenn man der US-amerikanischen Autorin Lionel Shriver glauben darf. Ihr Roman "Eine amerikanische Familie" spielt im Jahr 2029.

In den USA ist die Wirtschaft zusammengebrochen. Der US-Dollar ist nicht mehr länger die wichtigste Währung der Welt - im Gegenteil. Es gibt eine neue Währung von Weltrang. Der amerikanische Präsident weigert sich, das zu akzeptieren und wittert eine Chance, die gigantische Überschuldung seines Landes los zu werden. Per Gesetz werden alle Staatsschulden der USA auf Null gestellt und der Außenhandel ausgesetzt.

Die Folgen für amerikanische Familien sind katastrophal: Hunger, Durst, Obdachlosigkeit und tagtägliche Gewaltanwendung beim Kampf ums Überleben. Doch hinter den sieben Bergen soll es eine Zuflucht geben für all diejenigen, die sich den zunehmend autoritären amerikanischen Regierungsvertretern oder der Not oder beidem verweigern wollen. Gibt es das Paradies? Oder ist es nur eine andere Art der Hölle?

Lionel Shrivers Zukunftsvision ist überaus beängstigend und leider nicht ganz aus der Luft gegriffen.

Piper Verlag ISBN 9783492977708

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Veröffentlicht unter Belletristik, USA

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