Mira Magén: Wodka und Brot

Mira Magén ist eine Meisterin der gefühlvollen Literatur. Meisterlich, weil sie selten ins Kitschige abgleitet. Im Mittelpunkt ihrer Bücher stehen vor allem Kinder und Frauen. In ihrem jüngst auf Deutsch erschienen Roman "Wodka und Brot" schildert sie den Zerfall und Neuaufbau einer kleinen Familie.

Amia und ihr Mann Gideon sind das klassische, erfolgreiche Mittelstandsehepaar bis Amia den kleinen Lebensmittelladen ihrer Eltern erbt und betreibt. Zudem gönnt sie sich einen Umzug in ein Mietshaus, das mitten im Grünen liegt. Gideon seinerseits nimmt eine kleine Auszeit vom Dasein des Staranwalts. Schnell wird klar, dass Gideons Auszeit andere, ernstere Hintergründe hat. Amia, eine Sinnbild der modernen, starken Frau, findet letztlich einen Weg ohne Mann, ohne Karrierejob, aber mit viel Herz und Verstand für ihren Sohn, ein neues Leben aufzubauen.

An Ende ist es dieses Mal doch ein Tuck zu viel Gefühl und Rosarot, was Mira Magén da zwischen zwei Buchdeckel presst. Oder bin ich nur die wunderbaren, starken Frauenrollen leid, die so wenig mit der Realität zu tun haben?

Deutscher Taschenbuch Verlag 2012 ISBM 9783423249232

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Veröffentlicht unter Israel

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