Norman Manea: Oktober, acht Uhr

In seinem Erzählband "Oktober, acht Uhr" beschreibt Norman Manea das Leben eines jüdischen Rumänen ab den 30er Jahren. Er beginnt mit dem Einmarsch der deutschen Soldaten und der Deportation des damals 5-jährigen gemeinsam mit seiner Familie in die Ukraine. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs kehren die Überlebenden langsam zurück in die Heimat und finden die nächste Diktatur vor.

Mit einer unglaublich starken Sprache sperrt Manea den Leser in diese klaustrophobische Atmosphäre ein. Man ist mit dem Kind deportiert, herausgerissen aus der Welt, und mit dem Mann gefangen im Überwachungsstaat.

Das Buch ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Leser mit starken Nerven belohnt er mit einer seltenen Intensität.

Carl Hanser Verlag 2007, ISBN 978-3-446-20921-3

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Veröffentlicht unter Belletristik, Rumänien

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