Olivier Adam: Die Summe aller Möglichkeiten

Dank des Gastlandauftritts Frankreich zur letzten Frankfurter Buchmesse wurde ich auf den Roman "Die Summe aller Möglichkeiten" von Olivier Adam aufmerksam.

In 23 Kapiteln erzählt der französische Autor Olivier Adam die Geschichte von 21 miteinander verbundenen Menschen irgendwo in der Provinz, die nur zur Ferienzeit vor Leben strotzt.

Das Städtchen liegt nicht nur am Rande Frankreichs. Jeder der Protagonisten steht am Rande der Gesellschaft: Kleinkriminelle, Korrupte, viel zu junge Eltern. Die einen setzen trotz positiver Anlagen ihr Leben in den Sand, andere haben wohl nie eine Chance gehabt, aus dem elterlichen Milieu herauszukommen.

Dank der Kunst des Erzählers fühle ich als Leserin dennoch mit allen mit, möchte die Protagonisten teilweise regelrecht schütteln und anschreien: Kehrt um!

Doch die Hoffnung, endlich einmal viel Geld zu machen oder sich Gerechtigkeit zu verschaffen, verleitet die Romanfiguren immer wieder aufs Neue.

Plastisch, lebendig und traurig schildert Olivier Adam von der Summe aller Möglichkeiten, die dennoch im Einzelnen unmöglich zu erreichen sind.

Klett-Cotta ISBN 9783608100976
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Veröffentlicht unter Belletristik, Frankreich

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