Giedra Radvilaviciute: Der lange Spaziergang auf einer kurzen Mole oder: Mein Spiel gegen mich selbst

Erzählte Essays nennt der Corso Verlag zutreffend die zehn Geschichten der litauischen Schriftstellerin Giedra Radvilavičiūtė unter der Überschrift „Der lange Spaziergang auf einer kurzen Mole oder: Mein Spiel gegen mich selbst“. Weiterlesen ›

Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Litauen

Andrej Platonow: Die Baugrube

Was geht uns ein russischer Roman aus dem Jahr 1930 an? Sehr viel! Andrej Platonow erlebte als Ingenieur den Umbruch vom Zarenreich in den sowjetischen Arbeiter- und Bauernstaat. Seine Erfahrungen mit der Utopie von einer besseren Gesellschaft, die man auf der Ermordung von Millionen Menschen errichten will, hat er in diesem zeitlos gültigen Roman verarbeitet. Weiterlesen ›

Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Russland, UDSSR

Katja Kettu: Feuerherz

1937 flieht die junge Irga auf Skiern aus ihrer finnischen Heimat in die Arme ihres Geliebten. Wolfzahn, wie sie ihn nennt, ist ein Sowjetbürger, der die damals noch durchlässige Grenze für die kommunistische Propaganda in Finnland nutzt und ganz nebenbei Irga schwängert. Als Leserin des Romans „Feuerherz“ von Katja Kettu möchte man ihr zurufen: Kehr um! Weiterlesen ›

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Finnland, UDSSR

Nenad Velickovic: Vater meiner Tochter

Ein Mann in der Midlife-Crisis. Das ist nicht neu und selten spannend. Aber Nenad Veličković erzählt die Sinneskrise aus der Perspektive eines Bürgers von Sarajevo, dem die blutige Geschichte der Stadt im Nacken sitzt. Weiterlesen ›

Getagged mit: ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Bosnien und Herzegowina

Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol

Was für eine Geschichte: Die Schriftstellerin Natascha Wodin wächst in einer ärmlichen Siedlung von ehemaligen Ostarbeiterinnen am Stadtrand von Nürnberg auf. Ihre Mutter kündigt lange ihren Selbstmord an und geht dann tatsächlich am 10. Oktober 1956 ins Wasser. Sie hinterlässt zwei in hohem Maße traumatisierte Kinder, die im Heim aufwachsen, weil der Vater schon lange vorher das Weite gesucht hat. Knapp 60 Jahre nach dem Tod der Mutter setzt sich Natascha Wodin hin und sammelt ihre eigenen Puzzlestücke der Erinnerung und verknüpft sie mit den Informationen, die ihr das World Wide Web über ihre Familie preisgibt.  Weiterlesen ›

Getagged mit: , , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland, Ukraine

Jesper Clemmensen: Die Entscheidung der Familie Sender

Das schmale Bändchen von Jesper Clemmensen "Die Entscheidung der Familie Sender" hat es in sich. Es ist nichts weniger als die gnadenlose Abrechnung mit einem gnadenlosen System, das aus den Verbrechen des DDR-Regimes und dem Schweigen des Westens zum Leiden in der DDR bestand. Weiterlesen ›
Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Dänemark, DDR, Deutschland

Dirk Kurbjuweit: Die Freiheit der Emma Herwegh

Dirk Kurbjuweit sollte eigentlich mit seiner Arbeit als Journalist ausgelastet sein. Dennoch schafft er es immer wieder, überraschend beeindruckende Bücher zu schreiben. In „Die Freiheit der Emma Herwegh“ macht Dirk Kurbjuweit eine Revolutionärin aus dem 19. Jahrhundert zur Romanheldin. Weiterlesen ›

Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland, Frankreich

Shusaku Endo: Schweigen

Mit Shūsaku Endōs Werk "Schweigen" beweist der Septime Verlag erneut sein Gespür für außerordentliche Stoffe und Autoren.  Weiterlesen ›

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Japan, Portugal

Mathias Enard: Straße der Diebe

Mathias Énard gehört mit nur 45 Jahren zu den ganz großen zeitgenössichen französischen Schriftstellern. Derzeit ist er mit seinem aktuellen Werk "Kompass", für das er den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung am 22. März erhalten soll, in aller Munde. In seinem 2013 auf Deutsch erschienenen Roman "Straße der Diebe" nimmt er viele Themen voraus, die Europa heute bewegen. Weiterlesen ›

Getagged mit: , , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Frankreich, Marokko, Spanien

Jiro Taniguchi: Die Sicht der Dinge

Jiro Tanaguchi gehört zu den berühmtesten Comic-Zeichnern Japans. Sein Ruhm in Europa basiert wohl auch darauf, dass er mit Bildern und Worten Themen aufgreift, die bei uns eher in anspruchsvollen Romanen zu finden sind. So zeigt "Die Sicht der Dinge" eindringlich, wie sehr wir in unseren Wahrnehmungen gefangen sind. Weiterlesen ›

Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Japan
Folgen Sie Ruth liest