Jörg-Uwe Albig: Eine Liebe in der Steppe

Jörg-Uwe Albigs Erzählung von einem Mann, der sich in eine Kapelle verliebt, gehörte zu den umstrittensten Beiträgen des Bachmannwettbewerbes 2017 in Klagenfurt. Der bereits bekannte Schriftsteller war der Einladung von Meike Feßmann, einer langjährigen Jurorin des Wettbewerbs, gefolgt. Sie war sichtlich erschüttert, dass Albigs Erzählung von den weiteren Jurymitgliedern weitgehend kritisiert wurde. Auch ich habe das Zerpflücken des Textes nicht nachvollziehen können und deshalb die Novelle um die ungewöhnliche Liebesgeschichte in Gänze gelesen. Weiterlesen ›

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Iris Wolff: So tun, als ob es regnet

Roman in vier Erzählungen - Iris Wolff folgt vier Generationen einer sächsischen Familie aus den Karpaten. "So tun, als ob es regnet" sind kleine menschelnde Geschichten, in deren Mittelpunkt jeweils ein Protagonist einer Generation steht. Mit leichten Federstrichen zeichnet die Autorin so das Bild des wechselvollen 20. Jahrhunderts. Weiterlesen ›
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Alvydas Slepikas: Mein Name ist Maryté

Täglich sehen wir im Fernsehen die Bilder von syrischen Kindern in den Kriegsgebieten. Natürlich wissen wir, dass die Kinder unendliches Leid erleben. Unsere Abstumpfung gegenüber solchen Bildern ist aber inzwischen so groß, dass uns das Leid nicht mehr in der Tiefe in der Seele erreicht. Wer gegen seine eigene Abstumpfung ankämpfen möchte, dem sei das Buch von Alvydas Slepikas "Mein Name ist Maryté" über das Schicksal der sogenannten Wolfskinder ans Herz gelegt. Weiterlesen ›
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Annie Proulx: Aus hartem Holz

Wenn man nach 884 Seiten einen Roman traurig zur Seite legt, weil die Erzählung schon endet, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein Buch der großartigen kanadischen Schriftstellerin Annie Proulx. Weiterlesen ›
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Was bleibt von den 41. Tagen der Deutschsprachigen Literatur?

14 Autor*innen - 14 Lesungen und Diskussionen: Die Tage der Deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt waren ein Kraftakt für alle Beteiligten. Weiterlesen ›

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Seelenfutter: Die 41. Tage der Deutschsprachigen Literatur sind eröffnet

Zum 41. Mal lesen vom 6. bis 8. Juli 14 Autor*innen in Klagenfurt um die Wette. Traditionell beginnen die Tage der Deutschsprachigen Literatur mit der Auslosung der Lesereihenfolge. Zaghaft und besorgt traten die Kandidat*innen am Eröffnungsabend vor und griffen in den Lostopf. Schicksalsergeben nahmen sie die nun festgelegte Lesezeit entgegen und lauschten anschließend der Klagenfurter Rede zur Literatur von Franzobel, der vor 22 Jahren mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis geehrt wurde. Weiterlesen ›

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Chris Kraus: Das kalte Blut

Wie oft habe ich das schon gelesen: eine deutsch-jüdische Familiengeschichte im 20. Jahrhundert. Doch selten zog sich die Erzählung so elend lang wie in Chris Kraus Roman "Das kalte Blut". Knapp 1.200 Seiten widmet der Regisseur in seinem Debütroman der deutsch-baltischen Familie Solm und ihrem wechselvollem Schicksal. Weiterlesen ›

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Miljenko Jergovic: Die unerhörte Geschichte meiner Familie

Miljenko Jergović gehört zu meinen Lieblingsautoren. Vielleicht muss man seine Schreibe auch lieben, um sein Mammutwerk "Die unerhörte Geschichte meiner Familie“ von der ersten bis zur Seite 1.144 zu lesen. Denn der kroatische Schriftsteller erzählt sehr ausführlich und detailverliebt die Geschichte seiner Familie im 20. Jahrhundert. Eine Familiengeschichte, die gleichzeitig die Vielfalt des Balkans widerspiegelt. Weiterlesen ›

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Zsuzsa Bánk: Schlafen werden wir später

Noch bevor ich das jüngste Buch von Zsuzsa Bánk “Schlafen werden wir später“ zu Ende lesen konnte, erschienen Land auf, Land ab zahlreiche Rezensionen mit den unterschiedlichsten Lobeshymnen und Kritikpunkten. Am meisten hallte in mir das Urteil einer meiner liebsten (Lese-)Freundinnen nach: "Das Buch soll doch so banal sein. Da habe ich keine Lust drauf.“ Ist die Geschichte zweier Freundinnen, Mitte 40, die sich in ihren gegenseitigen Briefen aus ihrem Alltagsleben berichten, banal, unbedeutend und gewöhnlich? Oder sind die Lebenswege dieser beiden Frauen, gerade weil sie durchschnittlich akademisch gebildete Frauen in den 40er sind, interessant? Weiterlesen ›

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Jan Mohnhaupt: Der Zoo der Anderen

"Der Zoo der Anderen" – dieser Buchtitel erinnert nicht umsonst an den berühmten Kinofilm "Das Leben der Anderen". Der Journalist Jan Mohnhaupt schildert in seinem Werk die Geschichte der Zoos im Dritten Reich, in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Im Mittelpunkt des Buches mit dem Untertitel "Als die Stasi ihr Herz für Brillenbären entdeckte & Helmut Schmidt mit Pandas nachrüstete" stehen die beiden Berliner Zoos und ihre Direktoren.  Weiterlesen ›

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