Joshua Sobol: Der große Wind der Zeit

Joshua Sobols jüngsten Roman „Der große Wind der Zeit“ habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Während der Lektüre wurden Tausende Raketen von der Hamas auf Israel gefeuert. Die Israelische Verteidigungsarmee reagierte mit dem Beschuss des Gazastreifens. Eine weitere Runde von Toten, Verletzten und an der Seele Verwundeter wird den Nahost Konflikt weiter befeuern. Hoffnung auf Frieden habe ich so wenig wie der 81-jährige Schriftsteller und Dramaturg Joshua Sobol. Zumindest strahlt sein Roman tiefsten Pessimismus aus. Weiterlesen ›

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Rebecca Maria Salentin: Klub Drushba

Ein kluger und herzerwärmender Humor – das verbinde ich mit der in Leipzig lebenden Autorin Rebecca Maria Salentin. Dieser Humor durchzieht ihren 2015 erschienenen Roman „Schuld war Elvis“ ebenso wie ihr jüngstes Werk „Klub Druschba. Zu Fuß auf dem Weg der Freundschaft von Eisenach nach Budapest“. Nun gehören Bücher über Wanderwege nicht zu meinen Prioritäten, aber wenn sie aus der Feder von Rebecca Maria Salentin stammen, ist neben Humor Tiefgang garantiert. Weiterlesen ›

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Ayad Akhtar: Homeland Elegien

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? So lautete vor einigen Jahren der Titel eines philosophischen Sachbuchs von Richard David Precht. Der Titel würde auch gut zum autobiografischen Roman „Homeland Elegien“ von Ayad Akhtar passen. Weiterlesen ›

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Helga Schubert: Vom Aufstehen

Alljährlich reise ich persönlich oder in Gedanken per Liveübertragung im Fernsehen zu den Tagen der deutschsprachigen Literatur nach Klagenfurt. Der Literaturwettbewerb hat alles, was ich mir von der Buchcommunity wünsche: literarische Neuentdeckungen und leidenschaftliche Streitgespräche unter sonnigem Himmel. Im letzten Jahr brillierte die 80-jährige Helga Schubert mit der Erzählung „Vom Aufstehen“, für die sie den Ingeborg-Bachmann-Preis 2020 erhielt. Nun ist der gleichnamige Band „Vom Aufstehen“ bei dtv erschienen und gleich für die nächsten Preise nominiert worden. Zu Recht! Weiterlesen ›

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David Diop: Nachts ist unser Blut schwarz

Mit dem International Booker Prize 2021 ausgezeichnet: David Diops Roman „Nachts ist unser Blut schwarz“ übersetzt von Andreas Jandl führt zurück in einer der dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte. Weiterlesen ›

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Matthias Jügler: Die Verlassenen

Vor gut 31 Jahren brachte die Friedliche Revolution die Mauern, die die DDR umgab, zum Einstürzen. Ende gut, alles gut? Keineswegs, wie Mathias Jüglers Roman „Die Verlassenen“ eindrücklich zeigt. Denn das Unrecht der sozialistischen Diktatur hinterlässt auch Jahrzehnte später viel Leid und Schmerz. Weiterlesen ›

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Hildegard E. Keller: Was wir scheinen

Selten hat mich ein Roman sprachlich wie inhaltlich so begeistert wie „Was wir scheinen“ von Hildegard E. Keller. Weiterlesen ›

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Arnon Grünberg: Besetzte Gebiete

Urkomisch und superklug – so kennt man die Romane des niederländischen Schriftstellers Arnon Grünberg. Nahtlos reiht sich sein aktueller Roman „Besetzte Gebiete“ in diese Riege grandioser Bücher ein, die nichts für humorbefreite oder politisch gänzlich korrekte Menschen sind. Weiterlesen ›

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Tomasz Jedrowski: Im Wasser sind wir schwerelos

Nur im Wasser sind Ludwik und Janusz – die beiden Protagonisten des Romans „Im Wasser sind wir schwerelos“ des Schriftstellers Tomasz Jedrowski schwerelos. Denn an Land ist die homophobe Bevölkerung und Diktatur zu bedrückend für die Liebenden. Weiterlesen ›

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Sasha Filipenko: Der ehemalige Sohn

Die Massenproteste in Weißrussland im Sommer 2020 haben den Blick der Weltöffentlichkeit für kurze Zeit auf die bereits seit Jahrzehnten anhaltende Diktatur von Aljaksandr Lukaschenka gelenkt. Der Diktator ist längst aus den Schlagzeilen raus. Dafür hat es zum Glück der in Minsk geborene hochtalentierte Autor Sasha Filipenko zumindest in die Kulturredaktionen geschafft.

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