Patrick Leigh Fermor – Zu Fuß nach Konstantinopel

Reiseberichte gehören normalerweise nicht zu meiner bevorzugten Lektüre. Doch für Patrick Leigh Fermors Bücher über seine Reise 1934 und 1935 von Holland nach Konstantinopel mache ich gerne eine Ausnahme.

In seinen beiden Bänden "Die Zeit der Gaben. Zu Fuß nach Konstantinopel: Von Hoek van Holland an die mittlere Donau" und "Zwischen Wäldern und Wasser. Zu Fuß nach Konstantinopel: Von der mittleren Donau zum Eisernen Tor" beschriebt er tiefsinnig, eindringlich und überaus einfühlsam menschliche Begegnungen und kulturelle Hinterlassenschaften im Vorkriegs-Europa.

Mit 19 Jahren muss er unfreiwillig die Schule verlassen und macht sich auf, zu Fuß Europa zu durchqueren. Eine abenteuerliche Idee, als Engländer durch das schon nach Brand riechende Europa zu reisen. Politisch unbedarft, menschlich offen und künstlerisch interessiert, hat er wunderbare Geschichten über die so unterschiedlichen Menschen, politischen Gegebenheiten, Kunst- und Bauwerke sowie Landschaften zu berichten.

Der Leser schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Er erhält auf hohem literarischen Niveau einen Einblick in die vielfältige europäische Gesellschaft der 30iger Jahre und in die reiche jahrhundertealte Kulturgeschichte Europas.

Dörlemann Verlag, ISBN: 9783908778035 und ISBN: 9783908778042

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Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Rumänien, Slowakische Republik, Ungarn

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