Philip Marsden: Das Haus der Bronskis

Roman einer Rückkehr lautet der Untertitel des Romans "Das Haus der Bronskis" von Philip Marsden. Der Autor erzählt die Familiengeschichte der polnischen Familie Bronski im 20. Jahrhundert anhand einer Reise von Zofia, die Anfang der 90iger Jahre in ihre ehemalige Heimat zurückkehrt und sich erinnert.

Die Familie lebte im heutigen Weißrussland. Die Ländereien der weit verzweigten polnischen Familie mit irischen Wurzeln sind mal polnisch, mal russisch und mal deutsch besetzt. Und so schildert der Roman zunächst den Kreislauf aus Flucht, Vertreibung und Wiederaufbau. Als die beiden Armeen des Dritten Reiches und der Sowjetunion 1939 in Weißrussland aufeinanderstoßen ist Schluß mit der Hoffnung auf ein friedliches Leben in dieser Region und einen Wiederaufbau. Der Kreislauf wird durchbrochen. Es bleibt nur noch die Flucht. Teile der Familie unter ihnen die Tochter Zofia schaffen es über Litauen nach England und bauen sich dort eine neue Existenz auf. Mehr als 50 Jahre nach ihrer Flucht erlebt Sofia an den alten Wirkungsstätten ihrer Familie die ernüchternde und trostlose Realität nach Jahrzehnten der Diktatur.

Bewegend, gefühlvoll, aber nie ins kitschige abgleitend, erzählt Philip Marsden die Geschichte der Menschen in einem entlegenen und fast vergessenen Winkel Europas.

Deutscher Taschenbuch Verlag ISBN 9783423141451

 

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Veröffentlicht unter Belletristik, Großbritannien, Polen

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