Salih Jamal: Das perfekte Grau

Vier Menschen auf der Flucht vor sich und ihren miesen Lebensumständen. Das sind der Flüchtling Rofu aus Afrika, die Engländerin Mimi, die junge Mangaleserin Novelle und Ante, der uns die Geschichte der vier erzählt. Mit diesem Personal gelingt Salih Jamal in seinem beim Septime Verlag erscheinen Roman „Das perfekte Grau“ ein hochaktueller, gesellschaftskritischer Roman über Gier, Abgründe und Dämonen, die unsere Gegenwart und Zukunft prägen.

Die vier treffen sich in einem Hotel, das schon bessere Zeiten gesehen hat. Gleiches gilt für das Seebad, in dem das Hotel steht. Schläfrig und leicht rostig wirkt die Kulisse. Nur Mimi arbeitet schon länger in dem Hotel. Die anderen drei sind nur saisonweise beschäftigt.

Kaum dass sie sich näher kennengelernt haben und ihre Traumata zumindest erahnen, tauchen zwei Polizisten im Hotel auf. Mimi glaubt, dass die beiden sie suchen. Eine Verkettung von Umständen führt schließlich zur gemeinsamen Flucht der vier.

Im folgenden „Roadmovie“ entstehen enge Bindungen zwischen den so unterschiedlichen Männern und Frauen. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben haben sie Menschen gefunden, denen das Leben ähnlich tiefe Verletzungen zugefügt hat und die sich vor allem gegenseitig zuhören und stützen.

Ob sie am Ende noch auf der „Flucht“ sind oder bei sich angekommen sind, will ich hier nicht verraten. Das solltet ihr unbedingt selber erlesen!

Septime Verlag ISBN 9783991200017

Hinweis: Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar! Die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars hat keinerlei Einfluss auf meine Rezension.

 

 

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