Salih Jamal: Orpheus – Musik.Liebe.Tod

Was tun, wenn du in eine Familie von verbrecherischen Machtmenschen hineingeboren wirst? Wegschauen! Das ist zumindest die Methode von Enkelsohn Orpheus, bis er seine große Liebe Nienke trifft.

Salih Jamal erzählt in seinem Roman „Orpheus – Musik.Liebe.Tod“ eine Mischung aus einer Familienaufstellung und einer Kriminalgeschichte.

Im Mittelpunkt steht Enkel Orpheus, der bereits als Kind gelernt hat, Angst vor seinem Großvater zu haben, der seinerseits mit einem machthungrigen und über Leichen gehenden Vater aufgewachsen ist. Einerseits distanziert sich Orpheus von seinem Großvater. Er will mit dessen kriminellen Geschäften nichts zu tun haben. Andererseits wohnt er auf dem Grundstück des Großvaters und arbeitet zumindest gelegentlich für dessen Firmenimperium.

Orpheus Freundin Nienke drängt ihn dazu, gemeinsam mit ihr gegen den Großvater vorzugehen, den sie für einen Mörder hält. Doch dann verschwindet sie, bevor sie zur Polizei gehen konnte. Orpheus glaubt, dass sein Großvater dahinter steckt. Zusammen mit seinem Onkel, der ebenfalls für den Familienpatriarchen arbeitet, versucht er das Geheimnis um Nienkes Verschwinden zu lösen. Dabei kommen noch ganz andere Geheimnisse ans Licht.

Salih Jamal gelingt es, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. Gleichzeitig skizziert er sehr einfühlsam die Nöte des Enkels, sich rechtzeitig aus den tödlichen Familienverhältnissen zu befreien. Schade, dass sich bisher kein Verlag für das Buch gefunden hat.

BoD Books on Demand ISBN 9783752822847

Hinweis: Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar! Die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars hat keinerlei Einfluss auf meine Rezension.

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