Sherko Fatah: Der letzte Ort

Während die Bilder von der Ermordung der amerikanischen und europäischen Geiseln um die Welt gehen, legt Sherko Fatah seinen jüngsten Roman genau zu diesem Thema vor. Mit "Der letzte Ort" beweist der Autor erneut sein politisches Gespür und literarisches Talent.

Albert, ein Musterbeispiel des sinnsuchenden deutschen Wohlstandsbürgers, arbeitet in Bagdad für das Museum für Altertümer. Wie alle internationalen Freiwilligen wird ihm ein einheimischer Übersetzer und Fahrer, Osama, an die Seite gestellt. Zwischen ihnen entwickelt sich eine leise Freundschaft. Eines Tages werden die beiden entführt und der Startschuss für einen Roadtrip durch die Hölle abgefeuert. Freundschaft, Verrat, Todesangst, quälender Hunger und Durst prägen die nächsten Wochen. Doch Freundschaft und Verrat kennzeichnen auch die innerirakischen Verhältnisse und machen sie so undurchschaubar für die Geiseln.

Ob es Rettung gibt und für wen, will ich hier nicht verraten. Wer jenseits dieser Fragen, wissen möchte, was in dem kriegsgeschüttelten Irak hinter den Kulissen geschieht, der findet hier eine mitreißende und kluge Lektüre.

Luchterhand Literaturverlag ISBN 9783641123765

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland, Irak

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Folgen Sie Ruth liest