T.C. Boyle: Der Samurai von Savannah

Viele Leserinnen schwärmen von dem Bestsellerautor T.C. Boyle. Ich ab heute auch. In den USA erschien „Der Samurai von Savannah“ bereits 1990, aber manchmal brauche ich eben länger. Vor allem, wenn es um Bestseller geht. Das könnte ja dann ein seichtes Buch sein. Nicht so bei „Der Samurai von Savannah“. Das Buch spielt auf einer amerikanischen Insel in den 50er Jahren.

Boyle erzählt die Geschichte von Hiro, einem jungen Japaner mit unbekanntem amerikanischen Vater, und von Ruth, einer angehenden Schriftstellerin. Hiro will unbedingt nach Amerika zu seinem Vater. Er heuert auf einem japanischen Frachtschiff an und gerät dort so in Bedrängnis, dass er noch vor der amerikanischen Küste von Bord springt. Er kann sich an Land retten. Doch das vermeintliche Festland entpuppt sich als eine Insel mit Künstlerkolonie, in der Ruth verzweifelt um ihre Anerkennung kämpft. Sie versteckt Hiro zeitweise. Die Jagd auf den illegalen Fremden kann sie aber nicht verhindern.

Boyle zeichnet ein düsteres Bild von der amerikanischen Gesellschaft nach dem 2. Weltkrieg. Alle sind mit sich und ihrem eigenen Fortkommen beschäftigt. Eine spannende und leichte, aber keineswegs seichte Lektüre.

dtv 2011, ISBN-13: 978 3423195089 

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