Thommie Bayer: Vier Arten, die Liebe zu vergessen

Vier Arten, die Liebe zu vergessen, schildert Thommie Bayer in seinem gleichnamigen Roman. Vier Männer, alle Mitte 40, treffen sich am Grab ihrer ehemaligen Lehrerin. Sprachlosigkeit und Fremdheit herrscht zwischen den ehemals besten Freunden vor. Doch immerhin nehmen sie den Verlust ihrer Freundschaft wahr und versuchen, das Schweigen zu brechen.

Ein gemeinsames Wochenende in Venedig nutzen die Freunde, sich anzunähern und sich die verschiedenen Lebensentwürfe zu erzählen. Was immer sie im Leben beruflich oder privat erreicht oder nicht erreicht haben mögen, in der Liebe sind sie alle gescheitert. Zwei der Freunde finden ihre Vertrautheit und Loyalität zurück und für sie beide deutet sich auch ein Happy End in Sachen Liebe an.

Bayer greift ein interessantes Phänomen auf. Mit Mitte 40 stehen viele Männer und Frauen vor einem Scheideweg. Sie ziehen beruflich wie privat Bilanz. Wenige nutzen diese Bilanz für Veränderungen. Viele verfallen in eine Resignation. Insofern ist dem Autoren zumindest für Leser ab 40 ein lesenswertes Buch gelungen. Allerdings sind manche der geschilderten Lebenswege für meinen Geschmack zu konstruiert und die Sprache des Romans zu einfach.

Piper Verlag ISBN 9783492054805

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Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland

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