Viola Roggenkamp: Tochter und Vater

Viola Roggenkamp setzt mit ihrem Werk "Tochter und Vater" ihrem Vater ein Denkmal. Ein verdientes Denkmal, denn ihr Vater hielt während der Nazizeit zu ihrer jüdischen Mutter und Großmutter. Er riskierte sein Leben für seine Frau und die gemeinsame Tochter. Wie viele Menschen können das schon von sich sagen?

Das Buch ist nicht nur historisch interessant. Es gelingt der Autorin auch literarisch zu punkten. Gerade bei autobiografisch motivierten Büchern besteht ja die Gefahr, in Kitsch und Pathos abzugleiten. Nichts dergleichen verkleistert diese Geschichte.

Gleichzeitig erzählt Roggenkamp hier feinfühlig die Suche der Kinder nach ihrer Identität und schildert das Verhältnis der Tochter zu ihren Eltern.

"Tochter und Vater" ist ein ernster Familienroman in leichtfüßiger Verpackung.

S. Fischer Verlag 2011, ISBN 9783100660671

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Veröffentlicht unter Belletristik, Deutschland, Polen

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